Das ewige Thema - Kassenführung - Kassen-Nachschau ab dem 01.01.2018 !

Die Kasseneinnahmen und -ausgaben sollen täglich aufgezeichnet werden. Für jeden Eintrag in die Kasse ist ein Beleg erforderlich.

Die Belege sind zu nummerieren und diese Nummer muss beim Eintrag ins Kassenbuch enthalten sein.

Auch Privateinlagen und -entnahmen sowie Aus- und Einzahlungen von betrieblichen Bankkonten sind täglich aufzuzeichnen. Gleiches gilt für EC-Zahlungen.

Alle Aufzeichnungen haben centgenau zu erfolgen. Eine Rundung ist unzulässig.

Der im Kassenbuch ausgewiesenen Sollbestand muss mit dem Istbestand der Kasse übereinstimmen (sog. Kassensturzfähigkeit). Diese muss fortlaufend gewährleistet sein. Dazu gehören Zählprotokolle.

Im Kassenbuch dürfen keine Überschreibungen, Radierungen, Zwischenräume oder nachträgliche Änderungen vorkommen. Diese führen zur Verwerfung der Kassenführung.

Eine elektronische Registrier- oder PC-Kasse ist nur dann ordnungsgemäß, wenn das System alle einzelnen Geschäftsvorfälle dokumentiert. Die Registrierkasse und die dazugehörigen Auswertungen sind Teil der Buchhaltungsunterlagen. Die Unternehmer haben sicherzustellen, dass der Außenprüfer im Rahmen seiner Prüfungstätigkeit darauf zurückgreifen kann. Der Kassenspeicher wird mit dem Ausdruck des Tagesendsummenbons (sog. Z-Bon) auf 0 zurückgesetzt. Es ist zum Nachweis der Vollständigkeit sicherzustellen, dass alle Z-Bon-Ausdrucke lückenlos für alle Geschäftstage archiviert werden.

Das Finanzamt hat ab dem 01.01.2018 die Möglichkeit, während der üblichen Geschäftszeiten eine sogenannte Kassen-Nachschau durchzuführen, § 146b Abs. 1 AO (Abgabenordnung). Diese erfolgt ohne vorherige Ankündigung. Die ist auch bei einer offenen Ladenkasse zulässig. Vom Finanzbeamten dürfen auch anonyme Beobachtungen vorgenommen werden. Auch Testkäufe sind zulässig. Die privaten Wohnräume des Unternehmers dürfen nicht betreten werden. Der Unternehmer hat besondere Auskunfts- und Vorlagepflichten bei der Kassen-Nachschau zu erfüllen, § 146a Abs. 2 AO. Dem Prüfer ist Einsicht in die Kassenaufzeichnungen und Bücher sowie in die für die Kassenführung notwendigen Organisationsunterlagen (u.a. Bedienungsanleitungen etc.) zu gewähren.

Ab dem Jahr 2020 dürfen auch elektronische Aufzeichnungssysteme Bestandteil der Kassen-Nachschau sein.

Wenn das Finanzamt Unregelmäßigkeiten feststellt, kann ohne vorherige Ankündigung eine Betriebsprüfung erfolgen.

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