Neues Haftungsrisiko ab 2016: Photovoltaikanlagen

Die Finanzverwaltung vertrat bisher die Auffassung, dass Photovoltaikanlagen als Betriebsvorrichtungen nicht den Begriff des Bauwerks erfüllen. An dieser Auffassung wird nicht mehr festgehalten. Nach Auffassung des Bayerischen Landesamts für Steuern vom 16.09.2015 stellt die Installation einer Photovoltaikanlage an oder auf einem Gebäude somit eine Bauleistung i. S. des § 48 EStG dar (wenn der Leistungsempfänger umsatzsteuerlicher Unternehmer ist). Somit sind Mandanten, die mit Photovoltaikanlagen gewerbliche Einkünfte erzielen, von der Bauabzugsteuer betroffen. Wenn weder eine Freistellungsbescheinigung vorliegt noch die Freigrenze greift, ist der Auftraggeber bei der Installation der Photovoltaikanlage verpflichtet, den Steuerabzug von 15% vorzunehmen, diese anzumelden und abzuführen. Tut er dies nicht, haftet er nach § 48a Abs. 3 EStG für den nicht abgeführten Abzugsbetrag. Die neue Rechtsauffassung ist in allen offenen Fällen anzuwenden. Für Fälle bis zum 31.12.2015 (Zeitpunkt der Entstehung der Bauabzugsteuer) wird es jedoch nicht beanstandet, wenn ein Abzug oder das Anfordern einer Freistellungsbescheinigung unterblieben ist.

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